iWorum geht es?
Wind und Wetter formen den Seegang. Was eine Welle ist und welche Seegangsarten es gibt.
Lernziele dieser Lektion
- Du verstehst Wellenlänge, -höhe und Orbitalbewegung.
- Du kennst Windsee und ihre Einflussgrößen.
- Du unterscheidest Dünung, Kreuzsee und Brandung.
1Welle & Windsee
Die Wasserteilchen kreisen (Orbitalbewegung) – nur die Form wandert. Wellenlänge = Kamm zu Kamm, Höhe = Berg zu Tal; Wirkung bis ~halbe Wellenlänge tief. Der Seegang selbst wird in Seegangsgraden nach Petersen angegeben.
Vom aktuellen Wind aufgebaut. Höhe hängt ab von Windstärke, Wirkstrecke (fetch) und Wirkdauer: 6 Bft ~4 m, braucht aber ~500 km fetch und ~24 h. Randmeere bleiben daher flacher; ablandige Bora baut weniger Seegang auf als Schirokko.
2Weitere Seegangsarten
Wellen ohne Wind – laufen nach dem Abflauen weiter, auch in windfreie Nachbargebiete (Vorbote eines Umschwungs). Gleichmäßig, brechen nicht.
Überlagerung verschiedener Wellensysteme (z. B. Windsee + Dünung oder um eine Insel abgelenkte Wellen) – sehr unangenehm.
In flachem Wasser (unter ~halbe Wellenlänge) werden Wellen steiler und brechen (Brandung, Brecher). Ansteuern flacher Adriahäfen (Grado, Lignano) bei starkem Schirokko gefährlich. Für ankernde Jachten ist hoher Seegang gefährlicher als starker Wind (Anker kann ausbrechen).
🎬Aufbau einer Welle
In einer Welle kreisen die Wasserteilchen auf der Stelle (Orbitalbewegung) – nur die Wellenform wandert, kaum Wasser. Die Wellenlänge misst man von Kamm zu Kamm, die Wellenhöhe von Tal zu Berg; die Orbitalkreise werden nach unten rasch kleiner, bis etwa eine halbe Wellenlänge Tiefe ist die Welle kaum noch zu spüren. Windsee hängt von Windstärke, Wirkstrecke (fetch) und Wirkdauer ab: 6 Bft baut erst nach rund 500 km und 24 h etwa 4 m hohe Wellen auf – deshalb bleiben Randmeere flacher als Ozeane.
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