iWorum geht es?
Im Mittelmeer üblich ist das Anlegen mit dem Heck zur Kaimauer (oft „römisch-katholisch“ genannt). Man fährt rückwärts in die Lücke; an der Außenseite hält ein Anker oder eine Muring die Jacht.
Lernziele dieser Lektion
- Du kennst den rückwärtigen Anlege-Ablauf.
- Du weißt, wie Seitenwind und Wassertiefe das Manöver beeinflussen.
- Du kennst die Reihenfolge beim Einlaufen in eine Box.
1Der Ablauf rückwärts
Zu Beginn keine Fahrt und nicht drehen. Rückwärtsgang einlegen und mit möglichst niedriger Drehzahl zur Lücke fahren.
Einige Bootslängen vorher auf Leerlauf; ist die Jacht zu rasch, kurz „Standgas voraus“.
Knapp vor der Kaimauer mit einem kräftigen Vorausgas-Schub stoppen. Nicht ständig die Drehzahl ändern – sonst läuft die Jacht aus dem Ruder.
2Worauf achten
Bei langsamer Achterausfahrt – und erst recht ohne Fahrt – drückt Seitenwind den Bug sofort nach Lee (dort ist die Jacht am leichtesten).
Springt die Kaimauer unter Wasser vor oder ist es zu flach (Gezeiten!), kann das Ruder beschädigt werden – dann mit dem Bug voraus anlegen.
Fender und Leinen vorbereiten (Vorleinen mittschiffs bereithalten), achteraus einfahren, Vorleinen beim Vorbeifahren um den vorderen Pfahl legen, dann Heckleinen ausbringen.
💡 Zur Bedienung des Ankers bei diesem Manöver siehe das Ankerkapitel (A.2.4).
🎬Rückwärts mit dem Heck zur Mauer
Rückwärts mit sehr niedriger Drehzahl in die Lücke und dabei die Ankerkette stecken; einige Bootslängen vorher auskuppeln, knapp vor der Mauer mit einem kräftigen Schub voraus stoppen, Kette steif holen, Heckleinen ausbringen.
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SailingX-Academy · A.2.2.3 Anlegen mit dem Heck zur Kaimauer
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