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Notfallkarte

Mann über Bord

Rufen · werfen · beobachten
zurück · aufnehmen

Sofort – in dieser Reihenfolge

  1. „Mann über Bord!“ laut rufen – Richtung zeigen.
    Bei einer Übung: „Boje über Bord“.
  2. Ruder zur Person legen – das Heck mit der Schraube dreht weg. Unter Motor: Getriebe auf neutral.
  3. Rettungsring und MOB-Boje sofort nachwerfen.
  4. Eine Person beobachtet nur die Person im Wasser und zeigt ständig auf sie.
  5. MOB-Taste am GPS/Plotter drücken.
  6. Motor starten – Leinen im Wasser? Rettungsleine bereitlegen.
  7. Keine Sicht mehr oder Person verletzt: MAYDAY auf Kanal 16.

Der Weg zurück

Im Zweifel: Segel bergen und unter Motor zurück – besonders mit kleiner oder unerfahrener Crew. Ein Aufschießer hält die Jacht nah bei der Person.

Quick-Stop (aus Am-Wind): sofort anluven und wenden, Fock back lassen, abfallen, halsen, aus Lee anluven. Ein Vollkreis ohne Segeländerung – die Jacht bleibt nah dran.

Oder sofort beidrehen.

Anfahren

Aus Lee langsam auf die Person zu (Aufschießer) und sie an der Leeseite aufnehmen – dort ist das Freibord niedriger und die Jacht treibt auf sie zu. Nie mit drehender Schraube nah heran.

Aufnehmen

  1. Neben der Person den Motor abstellen – Verletzungsgefahr durch die Schraube.
  2. Schwimmfähige Leine mit Schlaufe zuwerfen – festhalten oder Gurt einpicken, Person am Schiff sichern.
  3. An Bord holen: Badeleiter, Rettungstalje oder Groß-/Spifall mit Winsch – notfalls mit einem unter der Person durchgezogenen Segel.

Danach

Person liegend und warm halten, auf Unterkühlung und Schock achten. Bewusstlos, Atemnot oder lange im Wasser: ärztliche Hilfe über Funk.

Quick-Stop – so bleibst du nah dran

WindPerson1anluven, wenden2Fock bleibt back,abfallen3halsen4aus Lee anluven

Vorbeugen: nachts und bei grober See außerhalb der Plicht immer eingepickt, Deck frei von Stolperfallen – und das Manöver mit der Crew üben.