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SailingXAcademy
Notfallkarte

Grundberührung

Lage beurteilen
und frei kommen

Sofort

  1. Motor im Retourgang – solange die Jacht noch nicht fest sitzt.
  2. Crew prüfen: Verletzte? Westen an.
  3. Leck prüfen: Bilge, Kielbolzen, Ruder – dringt Wasser ein? Dann zuerst die Leck-Karte.
  4. Lage beurteilen – die vier Faktoren rechts.
  5. Freikommen – die Maßnahmen unten kombinieren.
  6. Rechtzeitig Hilfe anfordern (PAN PAN) – bei Gefahr MAYDAY.

Die vier Faktoren

🌊 Tidesteigend = gute Chance; fallend = sofort handeln, sonst stundenlang fest
💨 Wind & Welleauflandig drückt weiter auf – ungünstig; ablandig hilft
🪨 GrundSand, Schlick: leichter frei, wenig Schaden · Fels, Korallen: schwer frei, rasch leck
💥 WuchtBug hoch aufgelaufen: kaum aus eigener Kraft frei

Freikommen – Maßnahmen kombinieren

⚙️ Motor & Segel

Retourgang. Wind von vorn: Segel back stellen – sie drücken zurück. Sonst Segel bergen, damit der Wind die Jacht nicht weiter aufdrückt.

⛵ Krängen

Tiefgang verringern: Crew auf eine Seite, Großbaum mit einer gesicherten Person ausschwenken, Fall zum Beiboot oder Anker.

⚓ Warpanker

Anker mit dem Beiboot ins tiefe Wasser bringen und die Jacht mit Winsch oder Ankerwinsch heranziehen.

🪶 Leichtern

Gewicht raus: Wassertanks leeren, schwere Ausrüstung ins Beiboot, Crew an Land oder ins Beiboot.

🔄 Drehen

Oft kommt man über den Weg, auf dem man kam, am leichtesten frei – Bug in Richtung tiefes Wasser drehen.

🪢 Schlepphilfe

Schleppleine auf mehrere Punkte verteilen (Hahnepot), mit dem Beiboot ausbringen – der Schlepper darf nicht selbst auflaufen. Bergelohn vorher klären.

Wenn nichts hilft

Bei fallendem Wasser: Jacht so legen, dass sie auf die richtige Seite fällt (zum Land, gut abgepolstert), Luken dicht – und auf das nächste Hochwasser warten.

Danach

Rumpf, Kiel, Ruder und Seeventile kontrollieren, Bilge beobachten. Ins Logbuch eintragen, Vercharterer bzw. Versicherung informieren.