Grundstoff · Modul E Wetterkunde · E.3 Wind

E.3.1Entstehung des Windes & Coriolis-Effekt

Warum Wind weht – und warum er nicht geradeaus strömt.

⏱ ca. 7 Min.📘 Lektion 6 von 21✅ Selbsttest · 5 Fragen

iWorum geht es?

Wind ist der Ausgleich von Druckunterschieden. Doch die Erdrotation lenkt ihn ab.

Lernziele dieser Lektion

1Entstehung & Ablenkung

💨
Barisches Windgesetz
Luft strömt vom Hoch zum Tief, um den Druck auszugleichen. Wind wird nach der Richtung benannt, aus der er kommt (Ostwind = aus Ost).
🌀
Coriolis
Die Erdrotation lenkt jede Bewegung auf der Nordhalbkugel nach rechts ab: aus dem Hoch im Uhrzeigersinn, ins Tief gegen den Uhrzeigersinn. Der Wind schneidet die Isobaren in 10°–20° (Südhalbkugel umgekehrt).

2Fachausdrücke & Landeinfluss

↻
Drehen
Rechtsdrehend (ausschießend) = Wind kommt mehr von rechts; linksdrehend (rückdrehend/krimpend) = mehr von links. Raumend = Wind fällt achterlicher ein, schralend = vorlicher.
🏔️
Landnähe
An Land wird Wind abgelenkt/verstärkt: Kap-/Eckeneffekt und Düseneffekt. An leeseitigen Steilküsten drohen plötzliche Fallböen, die die Jacht flach aufs Wasser drücken.

🎬Wind & Coriolis-Ablenkung (Nordhalbkugel)

102510201015H99510001005THochdreht im Uhrzeigersinn hinausTiefdreht gegen den Uhrzeiger hinein

Wind ist Luft, die vom Hoch zum Tief strömt (barisches Windgesetz) – benannt nach der Richtung, aus der er kommt. Der Coriolis-Effekt lenkt jede Bewegung auf der Nordhalbkugel nach rechts ab: aus dem Hoch heraus im Uhrzeigersinn, ins Tief hinein gegen den Uhrzeigersinn. Der Wind schneidet die Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks, in hPa) dabei in einem Winkel von etwa 10°–20° (auf der Südhalbkugel umgekehrt).

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