iWorum geht es?
Warum kann eine Jacht sogar schräg gegen den Wind fahren? Der Schlüssel ist der Auftrieb am gewölbten Segel.
Lernziele dieser Lektion
- Du kennst den Unterschied von wahrem und scheinbarem Wind.
- Du verstehst, wie Schieben und Auftrieb antreiben.
- Du kennst Luv-/Leegierigkeit und Gegenmaßnahmen.
1Wahrer & scheinbarer Wind
Der wahre Wind fällt immer achterlicher ein als der scheinbare. Am Wind raumt der scheinbare Wind in einer Bö und krimpt im Flautenloch.
Auf Vorwindkursen ist der scheinbare Wind schwächer als der wahre, am Wind stärker.
2Antrieb
Auf Vorwind- und tiefen Raumschotkursen schiebt der Wind die quer stehenden Segel vor sich her (Prinzip von Spinnaker und Rahsegel).
Von hart am Wind bis raumschot wirkt das Segel wie ein Flügel: Leeseite schneller (Unterdruck), Luvseite langsamer (Überdruck). Die Auftriebskraft zerlegt sich in Vortrieb und Querkraft – so sind ~45° am Wind möglich.
3Luv- & Leegierigkeit
Liegt der Segelschwerpunkt vor dem Lateralschwerpunkt, wird die Jacht leegierig; bei Krängung wandert der Lateralschwerpunkt nach Lee → luvgierig. Deshalb luvt die Jacht in einer Bö an.
Traveller nach Lee, Großsegel flach trimmen, Schrick in die Großschot, reffen (Besan bergen).
Vorsegel flach trimmen oder fieren, Vorsegelfläche verkleinern.
🎬Wie das Segel Auftrieb erzeugt
Von hart am Wind bis raumschot wirkt das gewölbte Segel wie ein Flügel: Auf der Leeseite wird die Strömung beschleunigt (Unterdruck/Sog), auf der Luvseite gestaut (Überdruck). Die daraus entstehende Gesamtkraft steht etwa senkrecht auf der Segelsehne und zerlegt sich in den Vortrieb längs der Mittschiffsebene und die viel größere Querkraft (Krängung und Abtrift), die Kiel und Ruder aufnehmen. So sind Kurse von rund 45° zum wahren Wind möglich (Wendewinkel etwa 90°).
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