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SailingXAcademy
Navigation & Wetter

Navigation kompakt

Formeln und Verfahren
für den Kartentisch

1Weg – Zeit – Fahrt

svt

s = v · t   t = s / v   v = s / t

s in sm, v in kn, t in Stunden – Minuten ÷ 60!
Oben abdecken, was gesucht ist.

6 kn, 45 min6 × 0,75 = 4,5 sm
14 sm mit 5 kn14 ÷ 5 = 2,8 h = 2 h 48 min
9 sm in 1 h 30 min9 ÷ 1,5 = 6 kn

ETA Ankunftszeit · ETE Fahrtdauer · Etmal Strecke von 12:00 bis 12:00 Uhr · Passierabstand kürzester Abstand vom Kurs zum Objekt

2Stromdreieck (Stundendreieck)

NKüG 062°FüG 6,8 knKdW 045°FdW 6 knStrom 120°2 knStart

Für 1 Stunde gezeichnet: Knoten = Seemeilen.

Merkregel: Alles „Grund“ (KüG, FüG) beginnt an der Stromwurzel, alles „Wasser“ (KdW, FdW) an der Stromspitze.

Fall 2a – wo lande ich? Strom und KdW/FdW aneinanderhängen → KüG und FüG.

Fall 2b – was steuere ich? KüG als Linie, Zirkel mit FdW von der Stromspitze → Vorhaltekurs KdW.

ETA immer mit der FüG – die Logge zeigt nur die Fahrt durchs Wasser.

3Feuer in der Kimm

E (sm) = 2,1·√H + 2,1·√h

H = Feuerhöhe, h = Augenhöhe, beide in m. Nicht die Höhen addieren!

Beispiel: Feuer 49 m, Auge 4 m → 2,1·7 + 2,1·2 = 18,9 sm. Taucht das Feuer auf, stehst du auf diesem Kreis.

4Tragweite ≠ Sichtweite

Nenntragweite: Lichtstärke bei 10 sm Normsicht – steht in Karte und Leuchtfeuerverzeichnis.

Geographische Sichtweite: nur Feuer- und Augenhöhe (im Verzeichnis für 5 m Augenhöhe). Sichtbar ist ein Feuer nur, wenn beide reichen.

5Rumpfgeschwindigkeit

v (kn) ≈ 2,43 · √LWL (m)

Höchstfahrt eines Verdrängers. Beispiel: LWL 9 m → etwa 7,3 kn; 10 m → etwa 7,7 kn.

6Standort bestimmen

Kreuzpeilung

Zwei (besser drei) Objekte kurz nacheinander peilen. Schnittwinkel nahe 90°. Das querab liegende Objekt zuletzt peilen. Großes Fehlerdreieck: wiederholen, im Zweifel den ungünstigsten Punkt annehmen.

Doppelpeilung

Ein Objekt zweimal peilen, dazwischen Kurs halten und die versegelte Strecke messen. Erste Standlinie um diese Strecke parallel versetzen – Schnitt mit der zweiten = Ort.

Vierstrichpeilung

Objekt unter 45° zum Kurs peilen, dann querab (90°). Die dazwischen versegelte Strecke = Abstand zum Objekt beim Querabpeilen.

Weitere Standlinien

Deckpeilung (zwei Objekte in Linie) – die genaueste. Abstand per Radar = Kreis um das Objekt. Tiefenlinie mit dem Lot.

7Einheiten

1 sm = 1852 m = 1 Bogenminute der Breite

1 kn = 1 sm/h ≈ 1,85 km/h ≈ 0,5 m/s

1 Kabellänge = 0,1 sm ≈ 185 m

Entfernungen in der Karte immer am Breitenrand abgreifen – nie am Längenrand.

8Reichweite unter Motor

Reichweite mit höchstens 90 % der Tankfüllung rechnen. Aktionsradius (hin und zurück) = halbe Reichweite.

Verbrauch unter Volllast etwa 0,2–0,3 l pro kW und Stunde – real rund 3–4 l/h für eine 12-m-Jacht bei Marschfahrt.

Beispiel: 150 l Tank, 3,5 l/h, 6 kn → 135 l ÷ 3,5 ≈ 38 h × 6 kn ≈ 230 sm Reichweite.

9Koppeln

  • Vom letzten sicheren Ort aus den Weg fortschreiben.
  • Koppelort: kurzer Querstrich zur Kurslinie, dazu Uhrzeit und Logstand.
  • Regelmäßig – mindestens stündlich – mit Uhrzeit ins Logbuch.
  • Wahrer Ort weicht ab? Das ist die Besteckversetzung (Strom, Abdrift, Steuerfehler, Instrumente).