iWorum geht es?
Die Vierstrichpeilung ist ein Sonderfall der Doppelpeilung mit einem hübschen geometrischen Trick.
Lernziele dieser Lektion
- Du verstehst das 45°/90°-Prinzip.
- Du weißt, warum Strecke = Abstand gilt.
- Du kennst die RASP-Berichtigung bei Abdrift.
1Das Prinzip
Erste Peilung: Objekt genau 45° (vier Strich) zum Kurs. Zweite Peilung: genau 90° (querab).
Dann liegt ein rechtwinklig-gleichschenkliges Dreieck vor: Die versegelte Strecke ist gleich dem Abstand zum Objekt bei der zweiten (Querab-)Peilung.
2Bei RASP
Werden die Winkel als RASP (zum rwK) gemessen und weicht der rwK durch Abdrift vom Kartenkurs ab, sind die Peilwinkel entsprechend zu berichtigen (z. B. rwK 260°, KaK 275° → statt 45°/90° die Winkel 60°/105° nach Stb).
🎬Vierstrichpeilung: 45° dann 90°
Vierstrichpeilung: Man peilt das Objekt zuerst unter 45° (vier Strich) zum Kurs und ein zweites Mal, wenn es querab (90°) steht. Das Dreieck ist dann rechtwinklig-gleichschenklig – die zwischen beiden Peilungen versegelte Strecke ist genau so groß wie der Abstand zum Objekt bei der zweiten Peilung. Bei RASP-Winkeln gilt: Weicht der rwK durch Abdrift vom Kartenkurs ab, sind die Peilwinkel entsprechend zu berichtigen.
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SailingX-Academy · C.4.9.3 Vierstrichpeilung
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